Subskription 2011
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Donnerstag, 01.05.2009 - Parkers Punkte lassen Lafite-Preis explodieren
Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, welche Macht von den Ratings des US-amerikanischen Kritikers Robert Parker speziell für die Preisfindung in Bordeaux, ausgeht, der aktuelle Fall Lafite hat ihn geliefert. Unter dem Eindruck der der warnenden Stimmen aus dem britischen Weinhandel war der Premier Cru Château Lafite-Rothschild gleich zum Beginn der Kampagne mit einem vergleichsweise moderaten Preis von 130 Euro erscheinen der damit verbundene Preisabschlag gegenüber 2007 von minus 46 Prozent wurde von manchen als sensationell empfunden Der Wein verkaufte sich anschliessend gut. Der Preis für die 12er Kiste stieg leicht an von ca. 1.700 Pfund auf 2.000 Pfund. Das heisst Nachfrage und Angebot für diesen Wein befanden sich an Markt in etwa im Einklang. Aber es zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt bereits eine Tendenz für einen Preis in der zweiten Tranche von mindestens 150 bis 180 Euro ab. Dann erschienen am Donnerstag die Bewertungen von Robert Parker, der den Lafite mit 98 – 100 Punkten in die Nähe eines Jahrhundertweins rückte. Als unmittelbare Folge explodierten vor allem auf dem Londoner Markt die Preise.

Wie der Liv-ex in seinem Blog dokumentiert, explodierte der Primeur-Kurs für den Lafite 2008 förmlich von 2.000 Pfund binnen weniger Stunden auf 3.500 Pfund um dann zum Wochenende zurückzukommen auf ca. 3000 Pfund. Dies so befinden die Experten sei aber in etwa der Preis, den man über kurz oder lang halt für eine Kiste Lafite auch aus einem weniger guten Jahrgang regulär zahlen muss. Gleichzeitig warnen sie deshalb auch mit Blick auf die noch ausstehenden Preise vor allem der Spitzengewächse vom rechten Ufer davor dort die Preise jetzt spekulativ anzuheben. Ich kann mich dieser Meinung nur anschliessen. Andernfalls könnte die spekulative Luft aus dieser Kampagne ebenso schnell wieder raus sein, wie sie von Parker zugeführt worden ist. Ich sehe eigentlich nur eine einzige Ausnahme: Léoville LasCases. Wenn der Löwe von St. Julien es in diesem Jahr wagen würde zu einem Premier-Preis zu erscheinen, wäre ihm zumindest der bewundernde Beifall seiner Fans sicher.
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