Subskription 2011
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Donnerstag, 29.04.2005 - Hannemann gesucht
Auch in der dritten Woche der Primeurkampagne für den Jahrgang 2003 zeigt sich noch keine einheitliche Preistendenz und daher auch nur wenig Bewegung im Markt. Die Negociants in Bordeaux äussern sich zunehmend skeptischer. Doch die meisten Châteaux sind offenbar noch immer nicht bereit bei den Preisen die vom Handel verlangten Abschläge zu gewähren. Erinnern Sie sich an das Märchen von den Sieben Schwaben? Da wird einer gesucht, der sich mutig an die Spitze des Spiesses setzt. ?Hannemann geh du voran!? So lautet die sprichwörtlich gewordene Parole. Genauso ist es derzeit in Bordeaux. Da wird ein Hannemann gesucht. Einer der es tatsächlich wagt die Preise zu halbieren. Jean-Luc Thunevin mit seinen 46 Prozent hat es tendenziell vorgemacht. Von Cos gibt es eine hinter der Hand eine Absichterklärung. Nur wer traut sich?

Die letzten Veröffentlichungen lassen darauf schliessen, dass man sich vielleicht doch fürs Erste wenigstens auf die Losung ?gleicher Preis wie 2002? geeinigt haben könnte. So kamen sowohl Château Pedesclaux (10.50 Euro) als auch Les Carmes Haut-Brion (22.40 Euro) zu den 2002er Preisen raus und damit zehn bis 20 Prozent unter 2003. Ob das genügt darf bezweifelt werden. Auf den kontinentaleuropäischen Märkten vor allem in Deutschland und Österreich läuft derzeit so gut wie nichts. Sonderfall: die Schweiz. Da gibt es gewisse ?Loyalitätskäufe? eines grossen Anbieters, der mit einem Vogel in seinem Namen wirbt. Die amerikanischen Konsumenten und Händler zeigen dagegen so gut wie kein Interesse, was natürlich zum einen am schwachen Kurs des Dollar liegt. Andererseits zeigen hier Parkers mahnende Worte erste Wirkung. Einzige Lichtblicke für den Bordelaiser Handel sind England, wo offenbar die positiven Decanter-Noten beim Publikum Wirkung zeigen und einige Länder Asiens, aus denen offenbar mehr Aufträge vorliegen als in den vergangenen Jahren.
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