Subskription 2011
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Donnerstag, 06.04.2006 - 17 Stunden sind auch ein Tag
Heute ging´s nach etwas mehr als einer Stunde Autofahrt von Margaux in Libournais von halb neun Uhr an Schlag auf Schlag: Cheval blanc, Ausone, Pavie, Monbousquet, L`Eglise-Clinet, Rol Valentin, Trotanoy, Pétrus, nochmals Jean-Luc Thunevin diesmal u.a. mit Croix de Labrie und Gracia. Dazu das volle Programm der Union des Grands Crus aus Pomerol und Saint Emilion. Da bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Diese Ergebnisse dieses fast 17-stündigen Marathons werde ich am Montag zusammen mit allen anderen Notizen in meinem Jahrgangsreport bei degustation.de publizieren. Vor ab soviel: So wie Latour und Mouton auf dem linken Ufer gibt es auch rechts des Flusses zwei Überflieger, die für mich schon in diesem jungen Zustand an die 100 Punkte kratzen, und zwar die beiden Premier Grand Cru Classé ?A? Château Cheval blanc und Château Ausone. Beide Weine haben eine identische Cuvée aus 55 Prozent Cabernet franc und 45 Prozent Merlot. Auch im Alkohol stehen sie nahe beieinander. Der Cheval blanc bei 13, 8 % Vol. und Ausone bei 14 % Vol..2005 Château Cheval blanc

Dunkles, tiefes rubinviolett. In der Nase deutlich Brombeerfrucht und etwas Kirsche, aber insgesamt recht verschlossen. Am Gaumen ein Wein mit einer guten Säure- und Tanninstruktur und trotz des hohen Alkohols sehr pur, klar und elegant. Die Fruchtsüsse bleibt etwas verhalten. Der Merlot gibt es Schokoladiges in diese Melange aus Brombeerfrucht, mineralischen Komponenten, Rumgrenache und schwarzen Tanninen. Es ist ein grosser Cheval blanc, aber auch ein überraschender Cheval blanc durch die sehr dunkle Färbung seines Aromenspektrums. 98 ? 100

2005 Château Ausone

Dunkles, tiefes Purpur, schwarz im Kern und völlig undurchsichtig. In der Nase zunächst mit einer überraschend präsenten Frucht: dunkle Beeren, Sauerkirschen, Schlehe. Dazu rauchige Noten. Am Gaumen höchste Reife und Konzentration, eine vehemente Mineralität. Wie man es bei Ausone in der Ägide von Alain Vauthier mittlerweile gewöhnt ist, glaubt man die Steine zu beissen, die den Untergrund der Weinberge bilden und die Mauern. In seiner Frucht ist der Wein aber so klar, so eindeutig, so präzise wie ich ihn noch selten in diesem Stadium verkostet habe. Hat bei aller Kraft und Wucht auch eine gewisse frühe Eleganz. Die fruchtige Süsse im Hintergrund lässt den künftigen Schmelz dieses Weins erahnen. 98 - 100
Diese beiden Weine werden sicher extrem teuer werden, aber sie werden auch sehr gesucht sein. Morgen früh geht es nach Graves und Pessac-Léognan und am Samstag endet für mich die Woche mit einer Verkostung aller Weine von Bernard Magrez auf Château Pape-Clément.
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